Testphase Prototyp

Unser energieautarker Datenlogger trotzt dem deutschen Winter.

Um das Energiemanagement und die Zuverlässigkeit des TX1000 Datenloggers unter realen Bedingungen zu testen, haben wir im November 2025 einen Prototypen in Betrieb genommen. Als sich der Frühling Anfang März 2026 näherte, konnten wir erfreulicherweise keine Datenlücken und keine Stromausfälle verzeichnen.

Einrichtung der Messstation

Wir haben unseren ersten Feldprototypen in Au, südlich von Freiburg, installiert. Die Standortbedingungen können als mittelmäßig bezeichnet werden, mit einer Teil-Beschattung durch einen Hügel und regelmäßiger Nebelbildung im Tal. Wir wollten vor allem überprüfen, ob die 8 Ah Lithiumbatterie und das 50W-Solarpanel eine unterbrechungsfreie Stromversorgung liefern können, während sie mit der kältebedingten Entladung der Batterie und der verringerten Aufladung durch die Sonne zurechtkommen. Vier Ports wurden von SDI-12-Sensoren belegt, während drei Ports analog gemessen wurden. Die Messintervalle wurden zwischen 1 und 10 Minuten eingestellt und die Daten wurden alle 15 Minuten über LTE an die Datenbank übertragen.

In unserer Datenbank können wir schön die ununterbrochenen Zeitreihendaten der angeschlossenen Sensoren sehen. Außerdem erhalten wir Kontrolldaten wie die aktuelle Batteriespannung, die die herkömmliche Auf- und Entladekurve der Batterie über den Tag hinweg anzeigt. Diese Daten lösen einen Alarm aus, wenn die Batterie Spannung einen unteren oder oberen Grenzwert erreicht.

Wir haben außerdem überprüft, wie der Logger mit fehlenden mobilen Daten umgeht. Wie erwartet wurden alle Sensordaten eine Woche lang in den Flash-Speicher geschrieben und sobald wir die mobilen Daten wieder aktiviert hatten, wurden sie an unsere Datenbank gesendet, ohne dass ein einziges Daten Paket verloren ging.

Nach der erfolgreichen Testphase wird die Messstation in Betrieb bleiben, um die langfristige Haltbarkeit des Loggers weiter zu bewerten. Der Energiebedarf wird durch die Integration von Energie intensiven Sensoren und die tägliche Online-Zeit (zur Remote Konfiguration) erhöht.